Die Wandvorbereitung ist mit das Wichtigste beim Tapezieren, hier dazu eine gute Tapezieranleitung - oder direkt auf der Internetseite nachlesen

Tipps vom 

Deutsches Tapeten-Institut GmbH
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Schritt 1:Anfertigungsnummer


Auf dem Beilegezettel jeder Tapetenrolle findet sich die sogenannte Anfertigungs-
nummer. Eine zusammenhängende Wandfläche sollte immer nur mit Wandbekleidung derselben Nummer tapeziert werden, da geringfügige Abweichungen im Farbton nicht vollständig ausgeschlossen werden können, wenn die Rollen aus unterschiedlichen Produktionsschwüngen stammen.


Schritt 2:Untergrundvorbehandlung


Die richtige Untergrundvorbehandlung ist sehr wichtig für ein optimales Tapezier-
ergebnis. Grundsätzlich muss der Untergrund trocken, glatt, fest, sauber, trag- und saugfähig sein. Werden diese Grundregeln beachtet, geht das Tapezieren leicht von der Hand.
Mitunter ist die Vorbehandlung des Untergrunds aufwändiger als das Tapezieren selbst, aber sie ist unerlässlich. Risse und Unebenheiten müssen verspachtelt, gestrichene Wände geprüft und gegebenenfalls grundiert werden.

Alte Tapeten sollten auf jeden Fall vorher restlos entfernt werden. Mit einer spaltbaren oder trocken abziehbaren Tapete ist dies schnell und mühelos erledigt.
Ansonsten sollten die alten Tapeten mit Wasser und Tapetenablöser eingestrichen werden. Nach dem Einweichen können die Tapeten leichter entfernt werden. Mit einem Heißdampf-Ablösegerät (im Tapetenfachhandel auch zu mieten) können alte Tapeten ebenfalls schnell entfernt werden.

Kreidende Altanstriche durch Einweichen mit Wasser unter Zusatz von Tapetenablöser abwaschen. Nach dem Trocknen sollte der Untergrund mit Tiefgrund gefestigt werden.
Andere Altanstriche (wie Dispersions-, Öl- und Lackfarben) zuerst darauf prüfen, ob sie mit dem Untergrund fest verbunden sind. Der Klebebandtest kann darüber Aufschluss geben. Hierzu einen Streifen Klebeband fest auf die alte Farbe kleben und ruckartig wieder abziehen. Zeigen sich Rückstände auf der Rückseite des Klebebandes, muss der Altanstrich entfernt werden. Ansonsten den Altanstrich vorstreichen oder mit einem geeigneten Anlauger behandeln und mit Wasser nachwaschen, sonst hält der Kleister nicht.

Alte und nicht mehr ganz feste Untergründe (Altbauputz o. Ä.) mit Tiefgrund vorbehandeln. Zum Ausspachteln von Löchern und Unebenheiten sollte ausschließlich Gipsspachtel verwendet werden.


Schritt 3:Neuputz


Der Untergrund muss augenscheinlich hell und trocken sein. In der Regel ist dies nach sechs Wochen der Fall. Bestehen Zweifel, sollte eine Fläche von ca. 50 x 50 cm mit einer Abdeckfolie und Klebeband für ca. zwölf Stunden abgeklebt werden. Hat sich nach dieser Zeit Feuchtigkeit hinter der Folie gebildet, sollte der Raum noch eine Weile gut belüftet werden. Da ein Neuputz ein stark saugender Untergrund ist, sollte dieser vor dem Tapezieren bei glattem Untergrund mit Markenkleister vorgekleistert oder bei leicht rauem Untergrund mit Feinmakulatur gestrichen werden. Glatte Betonflächen (Decken o. Ä.) sollten vor dem Tapezieren grundiert werden.
Zum Ausspachteln von Löchern und Unebenheiten sollte ausschließlich Gipsspachtel verwendet werden.


Schritt 4:Zuschneiden


Überprüfen Sie zuerst die Tapeten auf identische Artikel-Nr., » Anfertigungs-Nr., Muster und Farbtongleichheit. Dann kann es losgehen. Die Höhe des Raumes plus 5 - 10 cm Zugabe ergibt die richtige Bahnlänge. Bei ansatzfreien Mustern sind alle Bahnen gleich und können fortlaufend von der Rolle abgeschnitten werden.

 

Bei geradem Ansatz sind alle Bahnen identisch und zum Zuschneiden werden die Muster übereinandergelegt. Bei Versatzmustern verschiebt sich das Muster bei jeder zweiten Bahn um die Hälfte des Musterrapports, jede zweite Bahn ist identisch. Wichtig ist, dass die Tapeten nur in eine Richtung abgerollt werden.


Schritt 5:Einkleistern

Schritt 6:Ankleben


Begonnen wird immer „mit dem Licht“, d. h. am Fenster. Die jeweils erste Bahn wird mit Wasserwaage oder Lot senkrecht ausgelotet, damit die folgenden Bahnen gerade verlaufen.
Die Tapetenbahn sollte mit etwas Überstand an der Decke abgesetzt werden, um evtl. vorhandene Höhenunterschiede ausgleichen zu können.
Die Bahnen mit einer weichen Tapezierbürste oder Moosgummirolle von der Mitte aus zu den Seiten blasenfrei andrücken. Ggf. sollte der Nahtbereich vorgekleistert werden.
Kleisterflecke mit einem feuchten Schwamm oder Tuch sofort abtupfen, niemals reiben oder wischen. Während des Trocknens starkes Heizen und Zugluft vermeiden, da sonst die Nähte aufplatzen können.


Schritt 7:Abschluss

Schritt 8:Ecken

Schritt 9:Fensternischen

Schritt 10:Türen

Schritt 11:Heizkörper

Schritt 12:Steckdosen und Lichtschalter

Schritt 13:Decke

Schritt 14:Borten

Schritt 15:Vliestapeten


» Vliestapeten sind besonders leicht und schnell zu verarbeiten. Dafür empfehlen wir Markenkleister für Vliestapeten. Der Kleister wird gründlich eingerührt und genügend lange quellen gelassen.

Schritte wie Tapete einkleistern und zusammenlegen sowie Wartezeiten für das Weichen entfallen. Der Kleister wird einfach mit einer Gummirolle direkt auf die Wand oder die Decke aufgetragen.

Dann wird die trockene und zugeschnittene Bahn in das Kleisterbett der Wand oder Decke eingelegt (bei Vliestapeten gibt es kein Dehnen oder Schrumpfen). Im weiteren Verlauf wird mit Ecken, Abschluss, Heizung etc. wie allgemein beschrieben verfahren.

Schneller und einfacher als mit Vliestapeten ist eine neue Wohnwelt kaum zu schaffen!

Weitere Tipps bei Verarbeitung von Papiertapeten, die man unbedingt einhalten sollte

TAPEZIEREN KINDERLEICHT

Gewusst wie - mit unseren Tipps und Tricks, dem nötigen Tapezierwerkzeug und ein wenig Geduld gelingt auch Heimwerkern das Kleben von Tapeten an Fenstern und Türen, Nischen und Vorsprüngen. Wir zeigen, wie Sie schwierige Stellen selbst erfolgreich tapezieren.

TIPPS UND TRICKS

In nur drei Schritten zum Ziel: Vliestapeten - einfacher geht's nicht!
Wer Zeit sparen will, setzt auf Vliestapeten. Anders als bei Papiertapeten entfällt hierbei die Weichzeit. Der entsprechende Qualitäts-
vlieskleister wird sicher und spritzfrei direkt auf die Wand aufgetragen. Die Tapete wird dann ohne Wartezeit von der Rolle an die Wand angelegt und blasenfrei angedrückt.
Zum Schluss nur noch den Überstand am Lineal oder Spachtel abschneiden – fertig! Nicht umsonst ist mehr als jede zweite verkaufte Rolle eine Vliestapete.

 

Für alle anderen Tapetenarten gelten die fünf goldenen Regeln beim Tapezieren
Tapezieren kann auch mit Wandbekleidungen, die eine » Weichzeit benötigen, ganz einfach sein – wenn Sie ein paar Regeln beachten. Für ein optimales Ergebnis ohne unschöne Spalten, Wulste, Luftblasen oder Falten.

  1. Alte Tapeten vorher entfernen
  2. Fenster und Türen geschlossen halten
  3. Heizung ausschalten
  4. Tapeten ausreichend weichen lassen
  5. Tapeten auf Stoß kleben

Durch den feuchten Kleister dehnt sich die Tapete aus. Eine Bahn misst im trockenen Zustand ca. 53 cm, eingekleistert ca. 54 cm Breite. Die Bahn hat also ca. 1 cm „Zuwachs“. Die angegebenen Weichzeiten zwischen acht und zwölf Minuten dienen daher einer optimalen Durchfeuchtung und einem gleichmäßigen Zuwachs.
Damit sich eine Bahn beim Trocknen an der Wand nicht wieder auf die ursprünglichen 53 cm Breite zusammenzieht, muss der Kleister schneller trocknen als die Tapete und die Bahn unter Spannung mit dem Untergrund verbinden.
Durchzug, Heizungswärme und alter Tapetenuntergrund können dazu führen, dass die Tapete schneller trocknet als der Kleister. Dann gehen die Nähte auf oder die Bahnen kleben nicht (siehe auch Untergrundvorbeandlung).
Wenn der Papiertapete nicht ausreichend Weichzeit gegeben wird, dann wächst das Material an der Wand. Und so bilden sich dann unschöne Falten oder Wulste an den Nähten, die nachher nicht oder nur noch sehr schwer zu korrigieren.


EINKLEISTERN:

Je nach Tapetenart sollte der jeweils passende Markenkleister (z.B. von Metylan) eingesetzt werden. Für die Verarbeitung mit dem Kleistergerät gibt es von Markenkleister-Herstellern einen Tapeziergeräte-Kleister.
Die richtige Kleistersorte ist aus dem Rolleneinleger der Markentapeten zu ersehen. Grundsätzlich gilt: Der Kleister muss gründlich eingerührt werden und genügend lange quellen.

Die Tapetenbahnen gleichmäßig einkleistern, noch auf dem Tisch so zusammenlegen, dass sich nur die eingekleisterte Seite berührt und anschließend einrollen. Auf aus-
reichende und gleichmäßige Weichzeit aller Bahnen achten, wie im Rolleneinleger angegeben. Dies ist für den einwandfreien Sitz der Tapete an der Wand wichtig.

Metylan - Sehr hilfreiche Internetseite, auch als App

www.metylan.de oder die App herunter laden

Alles was man zum Tapezieren benötigt, auch zur Untergrund-Vorbereitung und die richtige Kleisterauswahl. 

In der App kann man eigene Fotos der Tapeten hochladen und werden an Wänden gezeigt. Passt nicht immer, wenn das Muster/Rapport größer ist.

Das Tapeteninstitut - www.tapeten.de - hat auch tolle Videos zur Verarbeitung von Tapeten, auch für Dekorationszwecke wie bekleben von Schränken, Lampenschirmen & mehr eingestellt

Zum Bekleben von Schränken oder Materialien mit Beschichtung u.a. auf Lackflächen benötigen Sie einen wasserarmen Kleister. Ich schwöre auf Bordürenkleber von Metylan - Ovalit, den gibt auch in einem kleinen Becher, schon fertig zur Verarbeitung. Einfach mit einem Pinsel und/oder Rolle auftragen, Tapete einlegen, bei Muster den Versatz beachten, meist die Hälfte des ganzen Musters und die Kanten erst nach dem Trocknen mit dem scharfen Cutter abschneiden - siehe auch Anleitung im Internet. Kleisterflecke auf der Tapete sofort mit einem feuchten Tuch abtupfen. Im Laden hat ein Maler den Lack-Rahmen meines Schaufenster-Kastens auf meinen Wunsch mit Bordürenkleber und Tapete bearbeitet und war überrascht, dass es mit Bordürenkleber klappte. Sie können sich das Ergebnis gerne persönlich im Laden anschauen :-) Außerdem finden Sie außergewöhnliche Tapeten in einer großen Vielfalt.